Elektrisch betriebene Geräte verursachen Störungen. Diese Störungen können über die Anschlussleitungen das Gerät verlassen und zum Beispiel in unser (Haus)-Stromnetz einkoppeln.


Darüber hinaus können elektrisch betriebene Geräte Störungen als elektromagnetische Funkwellen entsenden. 



Beide Arten der Störaussendung können andere Geräte stören und in ihren Funktionen beeinträchtigen. Denken wir zum Beispiel mal an medizinische Versorgungsgeräte oder an Airbags im Automobil!

Die Funktionen von elektrisch betriebenen Geräten können durch äußere Störeinflüsse beeinträchtigt werden!


Funkstörungen können zum Beispiel von großen Machinen abstammen! Ein bekanntes Beispiel ist das Knackgeräusch im Radio wenn im selben Moment elektrische Anlagen in der Nähe eingeschaltet werden!


Leitungsgebundene Störungen können auf allen Wegen in das Gerät gelangen wo Anschlüsse am Gerät vorliegen. Diese Störungen können die Funktion des Gerätes  so beinträchtigen das ohne Reparatur das Gerät nicht mehr verwendet werden kann. 

Für die Betriebszuverlässigkeit unserer Geräte ist in Deuschland das aus der Europäischen Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit 2014/30/EU umgesetzte EMVG16-Gesetz zuständig.


Das EMVG16-Gesetz zählt zu den sogenannten phänomenbezogenen Richtlinien und regelt die EMV für alle Produkte.


Normen beschreiben den Stand der Technik und legen Spezifikationen und Grenzwerte fest. Hierbei unterscheidet man zwischen Grundnormen, Fachgrundnormen und Produktnormen. Die Grundnormen und Fachgrundnormen zählen zu den sogenannten horizontalen Normen und gelten für alle Produkte! Während die Grundnormen (z.B. 61000-4-X) Messverfahren und Prüfaufbauten festlegen enthalten die Fachgrundnormen (z.B. 61000-6-X) deren Grenzwerte! Produktnormen gelten für eine Produktgruppe.

Wie gelingt ein Layout mit guten EMV-Eigenschaften? 


Zunächst einmal sollten Zuleitungen hochohmiger Eingänge (Im Bild eine Verbindung zum -Eingang eines Operationsverstärkers) möglichst kurz ausfallen!


Allgemein sollten Signalwege zu Eingängen so kurz wie möglich  und Signalwege von Ausgängen so lang wie nötig gehalten werden. 

Entstörkondensatoren direkt an den Störquellen platzieren!

Signalverbindungen bestehen aus Zu- und Rückleitungen.


Die dadurch aufgespannten Flächen sollten minimal ausfallen!